Christine Aschenberg-Dugnus

PM: Diskussion um Gebühr für Notfallpatienten

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion äußert sich zu einer geplanten Gebühr für Notfallpatienten. Lesen Sie hier das gesamte Statement von Christine Aschenberg-Dugnus MdB:

"Die von KBV-Chef Gassen vorgeschlagene Kontaktgebühr halte ich für nicht zielführend. Schon die auf FDP-Initiative abgeschaffte Praxisgebühr hat gezeigt, dass eine Gebühr nicht die gewünschte  Steuerungswirkung hat und ausschließlich zu mehr Bürokratie führt.
Außerdem halten wir mit einer Gebühr in Höhe von 50 Euro echte Notfälle ab, die sich diesen Betrag nicht leisten können.

Fest steht, dass der Flaschenhals in der Notfallversorgung dringend beseitigt werden muss. Dazu benötigen wir eine integrierte Notfallversorgung mit einer einheitlichen Rufnummer. Durch eine Zusammenlegung der 112 und 116117 entstehen integrierte Leitstellen, die 24 Stunden / sieben Tage die Woche erreichbar sind. Wichtig ist, dass der Anrufer in einer Leitstelle auf den richtigen Versorgungspfad gelenkt wird und die Notfallkapazität denen zu Gute kommt, die sie auch wirklich benötigen. Das heißt, dass Patienten mit Bagatellerkrankungen nicht sofort behandelt, sondern an die entsprechenden Haus- und Fachärzte weitergeleitet werden."