Christine Aschenberg-Dugnus

PM: Eine Öffnung des Fernbehandlungs- verbotes muss kommen

Lore Ipsum

Zu den Beratungen des deutschen Ärztetages, ob Ärzte künftig per Videosprechstunde Patienten beraten können, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Christine Aschenberg-Dugnus:

Wir begrüßen, dass auf dem deutschen Ärztetag in Erfurt eine Lockerung des Fernbehandlungsverbotes diskutiert wird. Es geht dabei um die zentrale Frage, ob Ärzte ihre Patienten per Telefon-, Video- und Onlinechat beraten dürfen und zwar auch dann, wenn sie die Patienten vorher noch nicht gesehen haben. Bislang ist dies nur möglich, wenn die Patienten zuvor in der Arztpraxis vorstellig waren. Die Voraussetzung eines sogenannten Erstkontaktes zwischen Arzt und Patient ist nicht mehr zeitgemäß. Viele Probleme können bereits digital schnell und unkompliziert gelöst werden. Und im Zweifelsfall entscheiden immer noch Arzt und Patient gemeinsam, ob eine Fernbehandlung ausreicht, oder nicht doch ein persönlicher Kontakt erforderlich ist. Durch Videosprechstunden entfallen lange Anfahrtswege und Wartezeiten und  Terminvergabe können  optimiert werden. Ärzte und Patienten profitieren also beide.

Eine Öffnung des Fernbehandlungsverbotes ist daher ein wichtiger Schritt zu einer digitalen ambulanten Versorgung. Schleswig-Holstein ist diesbezüglich ein Vorreiter und hat als erstes Bundesland die Berufsordnung der Landesärztekammer dahingehend geändert.