Christine Aschenberg-Dugnus

Praktikum im Bundestag: Sophie Raming

Dass Kommunikation und Zeit zwei der wichtigsten Faktoren in der Politik sind, durfte ich im März 2019 durch ein vierwöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro von Frau Aschenberg-Dugnus erfahren.
Die Mitarbeiter im Büro müssen immer vernetzt sein, um einen reibungslosen Ablauf der Sitzungswoche zu gewährleisten. Das Büro erreichen so viele Anfragen, dass die Woche zur Erfüllung dieser mehr als nur sieben Tage haben müsste. Doch selbst die beste Organisation schützt vor spontanen Terminänderungen nicht. Also wird ständig neu koordiniert. Dabei werden auch Fahrten zurück in den Wahlkreis, trotz des hohen Arbeitsaufwandes, in Kauf genommen.

Neben diesen Bürobesprechungen durfte ich auch an Gesprächen und Sitzungen mit dem Obmann, in der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit, dem Arbeitskreis II und dem Ausschuss für Gesundheit teilnehmen.  Die Konsensfindung, aber auch die Kollision verschiedener Ansichten, konnte ich hierbei beobachten. Damit auch Details dieser wichtigen Unterhaltungen nicht in der Hektik der Sitzungswochen verloren gehen, habe ich Protokolle geschrieben.
Für die Positionsbildung sind auch Informationen von Wissenschaftlern erforderlich. Mit den Ansichten solcher Experten durfte ich mich in einer Anhörung über medizinisches Cannabis befassen.

Neben den Gesprächen im Bundestag intern ist jedoch auch die Kommunikation mit den Bürgern und Interessenverbänden von zentraler Bedeutung.
Eine Antwort auf einen Bürgerbrief wird aufgrund dieser Wichtigkeit erst aus dem Büro von Frau Aschenberg-Dugnus verschickt, wenn mindestens zwei Personen an ihm gearbeitet haben. Ein Teil dieses Prozesses zu sein bot mir die Möglichkeit mich mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) und dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) auseinandersetzen. Zudem durfte ich das Frühlingsfest des Verbands der Ersatzkassen e.V. besuchen , bei dem der Gesundheitsminister Herr Spahn in seiner Eröffnungsrede den von mir während des Praktikums verfolgten Entwicklungsprozess des TSVG thematisierte.
Die Arbeit mit dem TSVG wurde durch die Vorbereitung einer Präsentation vertieft, bei der ich mich auch mit den Positionen anderer Fraktionen und der Presse zu diesem Thema befasste.
Auch durch die Entwicklung von Vorlagen zur besseren Vor- und Nachbereitung von Gesprächen, durch das Faxen von Zu- und Absagen zu Treffen mit Interessenvertretern und durch die Teilnahme an der Vorbereitung eines Interviews konnte ich an dem Kommunikationsprozess partizipieren.

Zudem durfte ich über Studien, Pressemitteilungen und Positionierungen von Interessenvertretern und anderen Fraktionen zu dem möglichen Kausalzusammenhang zwischen der Verabreichung eines Medikaments bei Schwangeren und den Missbildungen ihrer Kinder recherchieren. Auch mit der Stärkung und Reformbedürftigkeit des Apothekerberufs, mit der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung, der Erforderlichkeit von Impfungen und der Digitalisierung des Gesundheitswesens konnte ich mich zur Vorbereitung einiger Termine von Frau Aschenberg-Dugnus auseinandersetzen.

Die Redezeit im Plenarsaal ist kurz bemessen und sehr begehrt. Durch die Ausarbeitung einer Übersicht der bereits gehaltenen Reden der Mitglieder der AG Gesundheit in der laufenden Legislaturperiode durfte ich zur fairen Verteilung dieser beitragen.

Meine Highlights des gesamten Praktikums waren natürlich die Plenarsitzungen. Die mir sonst nur durch die Medien bekannten Einblicke, konnte ich nun hautnah erhaschen. Dabei durfte ich der zweiten und dritten Beratung des TSVG beiwohnen, in der  auch Frau Aschenberg-Dugnus eine Rede hielt. Zu dem Thema „Faire digitale Märkte – Wettbewerb und Datenschutz sicherstellen“ und dem internationalen Frauentag wurden weitere interessante Debatten geführt.
Die Bild von der Situation als Abgeordneter im Bundestag durfte ich mir durch ein Planspiel im Deutschen Dom machen.

Ich danke Frau  Aschenberg-Dugnus, Herrn Dr. Frühinsfeld, Frau Schiwek, Herrn Parcefall und Frau Briegmann für diese riesige Chance, die interessanten Eindrücke, das neue Wissen und die mir entgegengebrachte Geduld. Das Praktikum hat mir eine Menge Freude bereitet!